Mini Friseure

Mini-Friseure 2017

Schüler der Esslinger Katharinenschule bei Gress Friseure

Mini-Friseure

Schüler der Esslinger Katharinenschule arbeiten für ein halbes Jahr regelmäßig bei uns im Friseursalon mit – ohne Notendruck und Bewertungen, aber hautnah im Arbeitsalltag.  Im Mittelpunkt steht dabei die Potenzialentwicklung der jungen Generation.

Die Idee der Mini-Friseure wurde bereits 2012 geboren. Möglich wird die Realisation nun durch die Änderung von Haupt- und Werkrealschulen zu Gemeinschaftsschulen: Wo früher noch die verschiedenen Aktionen der Schulen ausschließlich darauf abzielten, die jungen Menschen in eine Ausbildung zu bringen, hat sich jetzt der Bildungsplan geändert. Ab Herbst 2016 steht der mittlere Bildungsabschluss im Mittelpunkt. Um den Bestand an Auszubildenden zu sichern und die hiesigen Betriebe zu unterstützen, sollen die Schüler sehr viel früher mit Berufen in Berührung kommen und das Interesse geweckt werden.

Im Rahmen einer offiziellen Arbeitsgemeinschaft (AG) werden die Schüler der Katharinenschule im Monatsrhythmus regelmäßig Mittwoch nachmittags für drei Stunden bei uns in Themen wie Make-up, Hochstecken und Flechten unterrichtet. Das Ziel ist die Durchführung einer Modenschau, bei der die Kids mit der Unterstützung einiger Mitarbeiter die Modelle frisieren. Geeignet ist das Modell für Fünftklässler im Alter zwischen zehn und elf Jahren. Ein Schuljahr lang werden die Mini-Friseure ein völlig anderes Umfeld kennenlernen, sich mit authentischen Herausforderungen konfrontiert sehen und dadurch völlig neue Stärken entwickeln.

Konstantes Projekt in echtem Kontext

Mini-Friseure 2016 / 2017

"Das ist eine spannende Sache, denn die Schüler verlassen die Schule, um in einem echten Kontext den Beruf kennenzulernen“, sagt Barbara von Lauenstein, Konrektorin der Katharinenschule Esslingen. Dabei gehe es aus pädagogischer Sicht weniger darum, die Friseurausbildung zu bewerben, sondern vielmehr um die Möglichkeit, konstant an einem Projekt mitzuwirken. „Was kann ich, wie halte ich durch, wie kreativ bin ich, was kann ich hinbekommen und am Ende vorweisen – das sind die zentralen Fragen. Die Kinder sollen feststellen, welches Verhalten und welche Ausdauer von ihnen gefordert wird.“

Den Praxisalltag und die echte Atmosphäre im Salon spüren, das eigene Benehmen anpassen und Disziplin an den Tag legen – das ermöglicht das Projekt der Mini-Friseure. Am Ende ist als große Belohnung ein Fest mit einer Talentshow in Planung, ein besonderes Event für stolze Schüler und den engagierten Betrieb, für Freunde und Familie. Von Lauenstein: „Es geht insgesamt weniger um die Berufsfindung und mehr um das Wertesystem der jungen Generation.“

Sensibilität und Bewusstsein fördern

Mini-Friseure bei Facebook

Von der Förderung der so genannten Soft Skills ist auch Peter Gress, Geschäftsführer von Gress Friseure in Esslingen überzeugt: „Die Kinder werden für verschiedene Themen sensibilisiert. Hierzu gehört insbesondere neben dem Umgang mit Kunden und Material auch das Bewusstsein für Ästhetik und Pflege.“ Das Friseurhandwerk ist besonders gut geeignet, um die Schüler an einen vielseitigen und interessanten Berufsalltag heranzuführen. Sie werden spielerisch angeleitet und auch mit der Bedeutung einer beruflichen Ausbildung in Kontakt gebracht. Gress: „Unsere Zukunft können wir nur sichern, indem wir unser Wissen und unsere Fertigkeiten an unsere Kinder weitergeben. Dank dem Projekt können die Mini-Friseure ihr eigenes Interesse für einen Beruf entwickeln.“

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Teilnahmeregeln:

  • Alter der Kinder: 10 - 11 Jahre
  • Kosten 150 Euro
  • Werkzeug  und Geräte sind inklusive
  • Mini-Friseure T-Shirt inklusive
  • Video und Fotos von der Abschluss-Modenschau inkludiert
  • Teilnahmebescheinigung und Urkunde

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